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Donnerstag, 26. Juli 2018

Etappe 11: Oberetteshütte - Sponding - Prad am Stilfser Joch

Höhenmeter: 166|1933
Kilometer: 28
Schwierigkeit: T2 und T1
Blick auf Prad am Stilfserjoch und das Ortlermassiv
Ganz ohne längeren Abstieg geht es auch auf unserer Variante nicht. Dafür durchwandert man das schöne und vielseitige Matschertal mit seiner teils fast mediterranen Vegetation. Die heutige und morgige Etappe kann man gegebenenfalls auch auf 3-4 Etappen aufteilen wenn sie einem zu lange sind (Übernachtungen in Schluderns und/oder Gasthof Waldruhe). Prad ist ein nettes kleines Städtchen mit guter Einkaufsmöglichkeit und wir durften sogar einem kleinen Fest mit Volkstanzgruppen und Schublattlern beiwohnen.
Morgenstimmung im Matscher Tal (rechts oben die Oberetteshütte)
Wegbeschreibung

Von der Oberetteshütte folgt man den Wegweisern zu den Glieshöfen. Es geht erst einen schönen Steig recht Steil hinab bis man auf die Talstation der Materialseilbahn stößt. Von hier an folgen wir immer dem Vinschgauer Höhenweg, der im Wechsel zwischen Teerstraße, Kiesweg und schmaleren Pfaden talwärts führt. Ungefähr 1 km nach dem Hanhof kann man nach Outdooractive ein paar Höhenmeter einsparen. Der Weg ist allerdings nicht mehr ausgeschildert aber gut ausgetreten. Über die erste Wiese geht es immer den Strommasten entlang. Wo die Abkürzung wieder auf den Höhenweg trifft haben wir uns entschlossen dem Gschneirer Waalweg abwärts zu folgen. Den schönen Waalweg gehen wir 5 km fast Eben bergab bis wir den Ort Gschneir erreichen. Es geht durchs Dorf hinunter und dann vorbei an der Pension Ortlerblick auf den Weg 22a. Bei der nächsten Abzweigung treffen wir auf den Sonnensteig, dem wir teils sehr steil nach Sponding folgen. In Sponding muss man einen kleinen Umweg machen um die Etsch zu überqueren. Danach geht es durch ein Parkgelände zu unserem Ziel nach Prad.
Der Gschneirer Waalweg
Hütte

Der Gasthof Stern in Prad ist vom Preis/Leistungsverhältniss sehr gut. Eine saubere, angenehme Unterkunft zu einem vernünftigen Preis. Das Abendessen würde ich das nächste mal aber eher woanders essen. In der Nähe des Hotels ist auch ein großer MPreis bei dem man seine Vorräte für die nächsten Tage auffüllen kann.
Verlassener Bauernhof bei den Glieshöfen

Mittwoch, 25. Juli 2018

Etappe 10: Rifugio Bellavista - Kurzras - Bildstöckljoch - Oberetteshütte

Höhenmeter: 1098|1252 ohne Kurzras: -125 Hm
Kilometer: 12,5
Schwierigkeit: Abstieg nach Kurzras und halber Weg zum Bildstöckl T2, danach T3, Stellen T4

Blick von der Oberetteshütte nach Süden (Ortlermassiv)
Heute verlassen wir mal wieder den klassischen L1. Wir hatten keine Lust auf den langen Hatscher nach Schlanders und die Oberetteshütte hat (zurecht) ausgezeichnete Bewertungen. Außerdem ergibt sich über diese Route die Möglichkeit direkt am Ortler vorbeizuschaun. Auch wenn die Etappe von den Werten her eher leicht wirkt, hatte sie es doch in sich. Die zweite Hälfte des Aufstieges zum Bildstöckl ist unglaublich Steil und mit schwerem Gepäck bei warmen Wetter ziemlich kräfteraubend. Auch der Abstieg zur Hütte ist nicht ganz leicht mit einer Schneewechte die noch bis lange in den Sommer hinein überstiegen werden muss. Ansonsten einer der schönsten Etappen unserer Tour. Ab 2 km hinter Kurzras ist es wunderbar ruhig und man befindet sich in einem wunderbaren Hochgebirgstal. Hinter dem Bildstöckl empfangen einen klein Tibet und die Saldurseen in einer fast unwirklichen Steinlandschaft. Und nicht zuletzt die Oberetteshütte macht diese Etappe zu einem Highlight.
Die idyllische Langgrube
Wegbeschreibung

Vom Rifugio Bellavista folgt man einem gut ausgebautem Weg in angenehmen Gefälle hinunter nach Kurzras. Wer nicht wie wir Einkaufen möchte kann sich 125 Hm sparen indem man auf ca. 2100 Hm den Weg am Hang entlang zum Aufstiegsweg nimmt. Von Kurzras aus läuft man zuerst in geringer Steigung einen Fahrweg hinauf. Dieser wird langsam schmaler bis man steil die erste Geländestufe erklimmt. Nun geht es wieder flach, teilweise nicht optimal markiert, ein wunderschönes Hochtal entlang. Man fragt sich die ganze Zeit wo es wohl nach oben geht bis man an einem ziemlich steilen Anstieg ankommt. Es geht 2 km zuerst über Erde und dann durch Blockschutt und Geröll mit durchschnittlich 30% bergan. Der Weg ist teilweise etwas abgerutscht bzw. verschüttet, so dass auch etwas Orientierungsvermögen nötig ist. Vom Bildstöckl geht es relativ flach durch Fels und Geröll zum klein Tibet. Nun nocheinmal steil durch eine Rinne hinab und über einen teilweise gesicherten schmalen Weg unterhalb der Felsen entlang. Zwischendurch muss auch Ende Juli noch eine Schneewechte mit Hilfe eines Seils überquert werden. Die letzten Meter zur Hütte gehen dann gemütlich über Wiesenwege.

Die urige Oberetteshütte
Hütte

Einfach nur genial. Eine schöne, gemütliche, mittelgroße Hütte abseits vom üblichen Trubel des Alpenhauptkamms. Ein junges Wirtspaar dem man den Enthusiasmus für ihr Geschäft anmerkt und sehr gutes Essen und Trinken zu angemessenen Preisen. Wir haben uns sehr gut Unterhalten und einfach nur wohl gefühlt. Einziges kleines Manko waren die seeehr kratzigen Wolldecken die man selbst durch den Hüttenschlafsack noch gemerkt hat. Die Umgebung der Hütte ist auch sehr schön und es gibt vielfältige Wandermöglichkeiten, gerade auch für Familien. Wir kommen gerne wieder und können jedem L1 Wanderer diese Variante ans Herz legen.
Mitten im steilen Anstieg
Hochgebirgslandschaft hinterm Bildstöckl
Blick von oben auf die Oberetteshütte
Steiler Abstieg mit Schneewechte


Dienstag, 24. Juli 2018

Etappe 9: Ramolhaus - Ramoljoch - Vent - Rifugio Bellavista

Höhenmeter: 1320|1480
Kilometer: 22,9
Schwierigkeit: Bis Ramoljoch T4 und KSA, Abstieg T3 ab Ramolalm T2 und T1
Blick vom Ramoljoch nach Westen
Der heutige Tag begann mit einem herrlichen Sonnenaufgang und bestem Fernblick. Da wir im Hochjochhospitz keinen Platz mehr bekommen haben, stand heute eine lange Etappe bis zur Schönen Aussicht Hütte an. Der Übergang über das Ramoljoch war herrlich, vor allem bei diesem Wetter. Wunderbare Aussicht auf die Ötztaler Alpen und insbesondere die Wildspitze. Der Abstieg nach Vent und vor allem der Talweg bis zur Schönen Aussicht zieht sich aber doch etwas. Wer konditionell Fit ist kann bei dieser Etappe auch noch die Überschreitung des Saykogels mitnehmen.
Versicherungen am Steig zum Ramoljoch

Wegbeschreibung

Direkt hinterm Ramolhaus beginnt der Steig zum Ramoljoch. Zuerst geht es durch Fels und Geröll aufwärts. Wenn man ein kleines Hochtal erreicht, sollte man nicht geradeaus Richtung Ramolkogel laufen, sondern links an den Felsen nach großen Rot-weißen Punkten suchen, welche den Einstieg zum Klettersteig markieren. Die in älteren Berichten beschriebene Leiter gibt es wohl nicht mehr, wir haben zumindest nur kaputte Leiterteile gesehen. Um zum Einstieg zu kommen mussten wir auch Ende Juli noch ein flaches Schneefeld queren. Der Klettersteig ist gut gesichert und einfach zu gehen, so dass wir bald auf dem Ramoljoch stehen. Nun geht es steil durch Geröll und Blockschutt hinab und dann etwas flacher am Spiegelferner entlang (hier teilweise noch kleine Schneefelder und vor allem in der Früh vereiste Felsbrocken!). Langsam geht der Fels in Almwiesen über und wir erreichen die Ramolalm. Von hier geht es recht steil auf gutem Weg hinab nach Vent. In Vent folgt man dem Fahrweg in Richtung Rofenhöfe. Der Fahrweg geht in einen Steig über und man läuft durch die enge Schlucht des Rofentals (teilweise Seilversichert). Am Ende des Tals erreicht man das Hochjochhospitz, eine kleine gemütliche Hütte mit ausgezeichnetem Essen. Nun muss man kurz zum Rofenbach hinabsteigen den man auf einer Metallbrücke überquert. Nach dem steilen Gegenanstieg geht es gemütlich auf gut ausgebautem Weg zum Hochjoch hinauf. Nun noch wenige Meter auf einem Fahrweg und die Schöne Aussicht ist erreicht.
In der Mitte des Bildes ist der Einstieg zum Klettersteig
Hütte

Die Schöne Aussicht Hütte (Rifugio Bellavista) ist wieder mal eine Hütte die eher auf Wintertourismus ausgelegt ist. Die Hütte ist bis unters Dach mit Betten vollgestopft aber wir waren zum Glück fast alleine. Das Bettenlager ist sehr ungemütlich (fühlt sich an wie Bretter mit 1 cm Schaumstoffauflage). Einziges Highlight ist die angeblich höchste Sauna der Alpen. Das Essen ist okay aber recht teuer. Der Service ist freundlich, aber Frühstück gabs verspätet weil sie verschlafen haben. Die Fernsicht ist wirklich schön aber man befindet sich halt mitten in einem Winterskigebiet. Kann man machen aber ich würde wenn möglich das Hochjochhospitz bevorzugen.
Einstieg zum Klettersteig
Gehgelände im Anstieg zum Ramoljoch

Vereister Fels im Abstieg!
Weg durchs idyllische Rofental
Anstieg zum Hochjoch

Montag, 23. Juli 2018

Etappe 8: Zwieselstein - Nedersee - Ramolhaus

Höhenmeter: 1964|414 Talweg: -200 Hm
Kilometer: 17,5
Schwierigkeit: Die meiste Zeit T2 gegen Ende T3
Panorama von der Terrasse des Ramolhaus
Der Morgen beginnt trüb und regnerisch aber der Wetterbericht verspricht Besserung ab Mittag. Deswegen entscheiden wir uns für die Höhenvariante die eine schönere Aussicht und interessantere Wege verspricht. Bis zum Nedersee geht der Plan auch noch auf und wir haben schöne Sicht auf Nedersee und Nederkopf. Doch dann zieht es von einer Sekunde auf die andere zu und wir stapfen den restlichen Tag durch die Wolken. Der Weg ist zum Glück unschwierig aber es zieht sich im Nebel doch etwas und letztendlich hätten wir uns die 200 extra Höhenmeter sparen können. Zum Glück zieht es Abends auf und wir können die herrliche Sicht vom Ramolhaus auf die umliegenden Gletscher genießen.
Nedersee mit Nederkopf
Wegbeschreibung

Von Zwieselstein folgt man dem Weg Richtung Lenzenalm. Der Weg zieht sich mal schmaler, mal breiter, relativ Steil den Berg hinauf. Zwischendurch muss man auch ein kurzes Stück an der Teerstraße laufen. Kurz hinter der Lenzenalm zweigt der Weg zum Nedersee ab. Nun geht es nochmal zügig 500 Hm nach oben bis zum See. Auf den nächsten 5 km läuft man über ein Hochplateau mit vielen Schafen und überwindet nur ca. 150 Hm. Dann geht es recht Steil hinab zur Küppelehütte wo wir auf den Weg der von Obergurgl hochkommt treffen (Talvariante). Nun geht es zunehmend durch Stein und Geröll aber weiter unschwierig, da der Weg sehr gut ausgebaut ist, nach oben. Man umrundet nochmal den Fels auf dem das Ramolhaus steht und erreicht von Süden her die Hütte.

Variante: Ab Lenzenalm nach Obergurgl und dann den Weg hinauf zur Küppelehütte.
Weg zum Ramolhaus in den Wolken
Hütte

Das Ramolhaus war ein weiteres Highlight auf unserer Tour. Obwohl wir nicht reserviert hatten und die Hütte ausgebucht war, wurden wir freundlich Empfangen und dann doch noch ein Schlafplatz organisiert. Das Essen war ausgezeichnet, genauso wie das Bier. Die Preise sind angemessen und die Schlafplätze sehr sauber und angenehm. Das Highlight ist natürlich die Lage auf 3000 Meter über Meer mit einem gigantischen Blick auf die vergletscherte Bergwelt aussenherum. Diese Hütte sollte man sich nicht entgehen lassen.
Sonnenaufgang am Ramolhaus

Sonntag, 22. Juli 2018

Etappe 7: Amberger Hütte - Atterkarjöchl - Sölden - Zwieselstein

Höhenmeter: 1093|1756
Kilometer: 18,2
Schwierigkeit: Bis kurz vorm Joch T3, Übergang WS- bzw. KSB, Grat UIAA II, Abstieg erst T4 dann T3, im Tal T1
Alpenüberquerung L1 - Etappe 7 - Atterkarjöchl
Glücklich am Atterkarjöchl, trotz Nebel
Die mit Spannung erwartete Etappe mit dem sagenumwogenen Atterkarjoch wartet auf uns. Die Informationen zu diesem Übergang im Internet waren spärlich und teils widersprüchlich. Die Gipfel waren am Morgen in den Wolken aber der Wirt meinte trotzdem das ein Übergang möglich wäre. Seine Empfehlung war über den Gletscher zu gehen und nicht den Klettersteig zu nehmen, was auch meinem Gefühl entspricht. Er meinte auch das es ohne Steigeisen problemlos geht. Wir haben auf der Hütte noch einen netten Luxemburger mit Steigeisen getroffen und waren froh das er uns gespurt hat aber es wäre wohl auch ohne gegangen. Der Übergang ist definitiv der schwierigste Teil der ganzen Überquerung und sollte nur bei guten Wetterbedingungen begangen werden. Ein bisschen Erfahrung in der Begehung von Schneefeldern und absolute Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind Bedingung! Grödel oder Leichtsteigeisen können nicht schaden. Es muss ein Stück den schmalen Grat im 2. Grad hoch geklettert werden. Der erste Teil des Abstiegs ist zwar steil aber bei trockenen Bedingungen an sich unproblematisch. Danach wird es gemütlicher, nach der Kaiserbergalm (leider unbewirtschaftet) nochmal steil. Unser Luxemburger Kollege hatte etwas Knieprobleme und tatsächlich, es gibt noch den Hinterraum der Apotheke in Sölden, zum Anprobieren von Kniebandagen, der schon auf Alpenquerung.info beschrieben ist. Weiterhin sehr zu Empfehlen!
Alpenüberquerung L1 - Etappe 7 - Sulzbachtal
Blick von der Amberger Hütte ins Sulzbachtal
Wegbeschreibung

Zum Einlaufen geht es erst einmal gemütlich ein Stück das Sulztal nach hinten. Nach einer guten Viertel Stunde, biegt der Weg nach Westen ab. Es geht erst sehr steil und dann wieder flacher über Wiesen wobei man sich langsam der Seitenmoräne des ehemaligen Gletschers nähert. Nach der Abzweigung zur Kuhscheibe geht es auf ebendiese Moräne und weiter bergan. Bei guter Sicht hat man nun Blick auf das Atterkarjoch und den Restgletscher darunter (siehe Bilder am Ende). Am Ende der Moräne folgt man nicht den roten Wegzeichen die einen direkt an den Gletscherrand führen sondern den rot-weiß-roten Zeichen die in westliche Richtung führen. Diese führen einen unterhalb des Gletschers auf die andere Seite. Hier ist je nach Schneelage Blockschutkletterei oder ein Schneefeld zu erwarten. Die Wegzeichen führen einen weiter nach oben bis man auf den Grat trifft. Hier kann man entweder den markierten Klettersteig gehen oder unterhalb davon über Schnee/Eis queren (zumindest Ende Juli) und etwas weiter hinten auf den Grat steigen. Zumindest bei unseren Bedingungen war Variante 2 eindeutig die zu Empfehlende! Das Schneefeld ist nicht sehr steil und die Randkluft war geschlossen, so dass ein Übergang auf den Grat problemlos möglich war. Der Klettersteig andererseits ist in schlechtem Zustand. Die kleinen Metallplatten sind zum Großteil nach unten gebogen oder sogar ganz abgeknickt, nicht schön vor allem mit nassen Sohlen (gibt mittlerweile ein Youtubevideo wo das gut zu sehen ist)! Das Seil ist eher lose und labrig. Nachdem man auf dem schmalen Grat ist gilt es einige Meter an ihm empor zu klettern bis man am eigentlichen Joch ist. Von hier geht es nun zuerst recht steil auf schmalem Steig nach unten. Der Weg wird zunehmend flacher bevor man gemütlich am Atterbach entlangläuft. Nach der Kaiserbergalm wird es nochmal steiler aber alles gut zu laufen. Ab Kaisers bis zur Kühraintschlucht muss man auf Teerstraßen laufen. Nun noch den schönen Weg durch die Schlucht und man erreicht Zwieselstein.

Update 2019: Anscheinend wurde der Klettersteig mittlerweile gerichtet und ist besser zu begehen.
Alpenüberquerung L1 - Etappe 7 - Abstieg Atterkarjöchl
Abstieg vom Atterkarjöchl
Hütte

Das Hotel Neue Post ist ein ordentliches Gasthaus mit gehobenem Standard. Es gibt ein gutes Spa das kostenfrei genutzt werden kann, allerdings nur bis 19 Uhr. Das Essen ist gut und nicht zu teuer. Das Frühstücksbuffet ist sehr umfangreich. Barfußlaufen ist nicht erwünscht aber auf Socken ins Restaurant gehen ist genehmigt.
Alpenüberquerung L1 - Etappe 7 - Aufstieg Atterkarjöchl
Aufstieg zum Atterkarjöchl über die rechte Moräne
Alpenüberquerung L1 - Etappe 7 - Überblick Atterkarjöchl
Überblick Atterkarjöchl mit Gletscher. Lila: Markierter Weg, Rot: Klettersteig, Grün: Übergang Gletscher
Alpenüberquerung L1 - Etappe 7 - Übergang Atterkarjöchl
Blick vom Blockschutt in Richtung Grat
Alpenüberquerung L1 - Etappe 7 - Rückblick Atterkarjöchl
Rückblick auf den Übergang
Alpenüberquerung L1 - Etappe 7 - Atterkar
Das Atterkar von oben

Alpenüberquerung L1 - Etappe 7 - Abstieg Kaiserbergalm
Abstieg von der Kaiserbergalm
 
Alpenüberquerung L1 - Etappe 7 - Wegweiser Atterkarjöchl
Nicht wirklich??
Alpenüberquerung L1 - Etappe 7 - Kühraintschlucht
Eingang zur Kühraintschlucht




Samstag, 21. Juli 2018

Etappe 6: Schweinfurter Hütte - Winnebachseehütte - Amberger Hütte

Höhenmeter: 1330|1229
Kilometer: 19,7
Schwierigkeit: Bis Winnebachseehütte T3, dann bis Griesen T2, danach T1
Alpenüberquerung L1 - Etappe 6 - Panorama Zwieselbachjoch
Lichtblicke am Zwieselbachjoch
Diese Etappe wird häufig in zwei Tagen gelaufen aber aufgrund der doch einfachen Wege ist sie auch gut an einem Tag machbar. Wir hatten leider den ganzen Vormittag Regen und auch danach noch starke Bewölkung und deswegen nicht viel von dem sicher gigantischen Panorama. Wenn man es nicht eilig hat und bei gutem Wetter ist die Winnebachseehütte sicher auch ein toller Übernachtungsort mit gigantischer Lage. Wir hatten dort auf jeden Fall ein sehr gutes Mittagessen. Ambitionierte Berggeher können dann auch die Höhenvariante von der Winnebachseehütte über den Bachfallferner zur Amberger Hütte nehmen.
Alpenüberquerung L1 - Etappe 6 - Aufstieg Zwieselbachjoch
Aufstieg durch Blockschutt zum Zwieselbachjoch
Wegbeschreibung

Von der Schweinfurter Hütte geht es ersteinmal auf einem Fahrweg gemütlich das Zwieselbachtal hinauf. Nach kurzer Zeit wird der Weg zum Steig aber mit weiterhin sehr angenehmer Steigung. Nach der Hälfte des Weges zum Joch begibt man sich in Blockschutthalden, aber der Weg ist so gut ausgebaut, dass er weiterhin völlig Problemlos zu laufen ist. Nach dem Joch wird es kurz etwas steiler, aber bald geht es wieder gemütlich zur Winnebachseehütte. Von der Hütte geht ein breiter und gut ausgebauter Weg hinab nach Winnebach. Im Ort steigt man nicht weiter nach Gries hinab sondern man geht Hangparallel leicht fallend ins Sulztal (schlecht ausgeschildert). Nun folgt man dem gut ausgeschilderten Fahrweg hinauf zur Amberger Hütte. Wer will kann zwischendurch immer wieder steil den Hang hinauf abkürzen.
Alpenüberquerung L1 - Etappe 6 - Winnebachseehütte
Die idyllisch gelegene Winnebachseehütte
Hütte

Die Amberger Hütte ist eine große Schutzhütte mit durchschnittlichem Service. Das Essen war gut und es gab ein tolles Frühstück. Wir hatten Glück das wir aufgrund des Wetters fast alleine waren, ansonsten ist die Hütte an Wochenenden normal voll ausgebucht. Bettenlager und Sanitärs waren sauber und ordentlich und der Hüttenwirt gab in der Früh freundlich Auskunft über die Verhältnisse am Atterkarjoch.
Alpenüberquerung L1 - Etappe 6 - Zwieselbachtal
Das Zwieselbachtal
Alpenüberquerung L1 - Etappe 6 - Sulztal
Fahrweg im Sulzbachtal

Freitag, 20. Juli 2018

Etappe 5: Dortmunder Hütte - Hochreichkopf - Schweinfurter Hütte

Höhenmeter: 1193|1108
Kilometer: 12,9
Schwierigkeit: Alles T3 bis auf Übergang Niederreich- zur Hochreichscharte T4

Update 2021: Leider ist der Weg durchs Längental für die nächsten Jahre nicht mehr begehbar, das schöne Tal wird für ein neues Pumpspeicherbecken für immer zerstört!

Alpenüberquerung L1 - Etappe 5 - Panorama Hochreichkopf
Panorama vom Hochreichkopf (3012m ü.M.)
Am Tag fünf steht der Übergang von der Dortmunder Hütte zu Schweinfurter Hütte an. Die meisten gehen die kurze und einfache Variante über die Finstertaler Scharte. Wir hatten aber keine Lust auf den ersten Anstieg durch die von Skipisten verunstaltete Landschaft und den künstlichen Speichersee. Sowohl der Anstieg durchs Längental als auch der Abstieg von der Hochreichscharte sind landschaftlich sehr schön und wenig begangen. Der Übergang von der Niederreich- zur Hochreichscharte ist eine leichte, gut gesicherte Kletterrei aber als Teil der Sellrain Hüttenroute mit etwas Gegenverkehr behaftet. Der Aufstieg zum Hochreichkopf ist unproblematisch und so konnten wir den ersten 3000er mit tollem Weitblick genießen. Im Abstieg von der Hochreichscharte kommt man an einigen schönen Bergseen vorbei und an seeeehr vielen Wegmakierungen. Diese Etappe war definitiv eine der schönsten der Tour und ich kann sie nur jedem ans Herz legen. Leider begann es kurz vor an der Ankunft an der Schweinfurter Hütte zu regnen und der Regen und vor allem die Wolken blieben uns die nächsten Tage erhalten.
Alpenüberquerung L1 - Etappe 5 - Übergang Hochreichscharte
Erster Aufschwung nach der Niederreichscharte
Wegbeschreibung

Von der Dortmunder Hütte geht es nur ein paar Meter über Teer bevor man gemütlich einen Fahrweg das Längental nach hinten läuft. Der Weg wird zunehmend schmaler und auch steiler und kurz vor der Niederreichscharte muss man das erste mal die Hände zu Hilfe nehmen. Kurz vor der Scharte mussten wir dann selbst Mitte Juli noch zwei unproblematische Schneefelder queren. Ab der Niedereichscharte geht der Weg dann mit Stahlseilen und Tritten durch den Fels, wobei erfahrene Wandere diese häufig nicht benötigen würden. An der Hochreichscharte zweigt ein kleiner (nicht ausgeschilderter) Steig auf den Hochreichkopf ab. Der Weg ist unschwierig und so sind die letzten Höhenmeter schnell geschafft. Der Abstieg zur Scharte ist identisch dem Aufstieg. Von der Scharte geht es zuerst Steil durch Geröll und Blockschutt, dann flacher werdend zur Finstertaler Sennhütte. Zwischendurch hat man zweimal die Möglichkeit eine nördliche Variante zu laufen aber wir sind auf dem Hauptweg geblieben. Nach der Sennhütte geht es noch durch ein kleines Wäldchen und dann ist auch schon die Schweinfurter Hütte erreicht.



Alpenüberquerung L1 - Etappe 5 - Farbeimer
Hier ist jemandem der Farbeimer ausgelaufen
Hütte

Die Schweinfurter Hütte war, obwohl gut besucht, eine der angenehmsten Hütten auf der Tour. Die Begrüßung war freundlich, und der Service stehts zuvorkommend und professionell. Das Essen und auch das Bier waren ausgezeichnet und reichhaltig. Die Preise sind angemessen und die Lage ist sehr schön, obwohl wir aufgrund des Wetters nicht so viel davon hatten.
Alpenüberquerung L1 - Etappe 5 - Längental
Das idyllische Längental

Alpenüberquerung L1 - Etappe 5 - Niederreichscharte
Aufstieg zur Niederreichscharte
Alpenüberquerung L1 - Etappe 5 - Längental und Kühtai
Längental und Kühtai
Alpenüberquerung L1 - Etappe 5 - Finstertal und Schweinfurter Hütte
Finstertal mit Schweinfurter Hütte

Donnerstag, 19. Juli 2018

Etappe 4: Peter-Anich-Hütte - Dortmunder Hütte

Höhenmeter: 960|909
Kilometer: 11,2
Schwierigkeit: T2 (letzte 100 Hm zum Bachwandkopf T3)
Alpenüberquerung L1 - Etappe 4 - Blick übers Inntal
Blick auf Telfs, Mieminger Kette und Wetterstein
Die vierte Etappe führt uns zur Dortmunder Hütte ins Kühtai. Da diese nicht sehr attraktiv ist können fitte Wanderer auch überlegen gleich zur Schweinfurter Hütte weiter zu gehen. Wir hatten allerdings am Abend vorher etwas viel getrunken und waren froh nur 1000 Hm machen zu müssen. Wir sparten uns auch die 100 Hm auf den Rietzler Grieskogel. Interessant aber technisch anspruchsvoller (T4, UIAA 1) ist die Überschreitung des Grat vom Narrenkopf über den Hocheder zum Rietzler Grieskogel. Gerade der Abstieg vom Bachwandkopf ins Kühtai ist sehr ruhig und idyllisch und läd zum Verweilen ein, wenn man nicht wie wir von einer Herde mit mindestens 50 Schafen verfolgt wird.
Alpenüberquerung L1 - Etappe 4 - Abstieg Kühtai
Abstieg ins Kühtai
Wegbeschreibung

Am besten folgt man dem östlichen Weg, der einen Unterhalb einer Felswand, in langen Serpentinen, im Schatten zum Angersee führt, wo sich beide Aufstiegsvarianten wieder treffen. Der Weg geht weiter auf unschwierigem nicht zu steilem Weg bis in einen Sattel unterhalb des Oberalpl. Die letzten 100 Hm zum Bachwandkopf gehen dann etwas schwieriger durch Blockschutt und Geröll. Der Abstieg ins Kühtai ist zuerst steil, flacht aber bald ab und führt durch ein idyllisches Bachtal. Nach einer Stunde trifft man auf einen Fahrweg, der einen in einer weiteren halben Stunde zur Teerstraße ins Kühtai führt. An dieser muss man nun noch leider 3 km entlang laufen bevor man die Dortmunder Hütte erreicht.
Alpenüberquerung L1 - Etappe 4 - Kühtai
Ankunft in Kühtai
Hütte

Die Dortmunder Hütte im Kühtai ist eher ein Berggasthaus, welches auf Biker und Wintersport ausgerichtet ist. Alles ist sauber und ordentlich aber man fühlt sich als Wanderer nicht wirklich Willkommen. Unverschämt ist der Preis von 13€ für ein Matratzenlager. Auch Duschen muss extra bezahlt werden, obwohl die Hütte an der Straße liegt und Wasseranschluss hat. Die Essen sind klein, teuer und nichts besonderes, das Frühstück ist in Ordnung. Weitere Negativpunkt ist die durch Lifte und Skipisten verschandelte Landschaft aussenherum. Wie Anfangs schon erwähnt kann man sich gut überlegen die Hütte zu überspringen, wobei man dann die schöne Alternative verpasst die ich im nächsten Post beschreibe.

Alpenüberquerung L1 - Etappe 4 - Tiefblick
Blick vom Bachwandkopf auf den Aufstiegsweg und das Inntal
Alpenüberquerung L1 - Etappe 4 - Bachwandkopf
Blick zurück zum Bachwandkopf
Alpenüberquerung L1 - Etappe 4 - Kreuzotter
Achtung Kreuzottern!