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Donnerstag, 9. August 2018

Etappe 24: Santuario de Conche - Nave - Monte Maddalena - Brescia

Höhenmeter: 634|1598
Kilometer: 20,9
Schwierigkeit: T2
Ankunft am Bahnhof in Brescia
Der letzte Tag unser Alpenüberquerung, waren wir gefühlt nicht erst gestern losgelaufen? Ein letztes mal Rucksack packen, die Schuhe schnüren und loslaufen. Wir spüren beim Start noch die Beine von der langen Etappe gestern und wir fragen uns ob wir wirklich noch über den Monte Maddalena laufen sollen. Aber bis Nave ist die Entscheidung getroffen, wir wollen das sauber Zuende bringen. Und es lohnt sich! Der Aufstieg zum Monte Maddalena ist nochmal sehr ruhig und idyllisch und von oben hat man einen tollen Blick zum Südende des Gardasee und Richtung Adria (die wir leider nicht sehen, da es zu diesig ist). Im Abstieg befindet sich auch noch ein gutes Restaurant welches wir nur empfehlen können. In Brescia geht es dann direkt zum Bahnhof und wir fahren nach Mailand um dort die Nacht zu verbringen und unseren Erfolg gebührend zu feiern.
Schöner Aufstieg durch Laubwälder zum Monte Maddalena
Wegbeschreibung

Vom Santuario geht es die ersten 2,5km zügig auf einem schönen Steig bergab, bis man auf einen breiteren Weg trifft. Ab jetzt läuft man auf dem Fahrweg, der auch immer wieder geteert ist bis Nave. In Nave muss man gut schauen das man den Weg nicht verliert wobei GPS definitiv hilft. Nachdem man die Hauptstraße überquert hat, läuft man durch ein teils verfallenes Industriegebiet und verlässt Nave nach Süden auf einer kleinen, deutlich ansteigenden Straße. Am Ende der Straße beginnt ein Pfad der in den Wald führt. Der Pfad steigt gemächlich an und wir befinden uns bald in einem idyllischen Bachtal das wir nach kurzer Zeit nach Süden verlassen. An einer kleinen Kapelle treffen wir auf einen Fahrweg den wir aber nach ein paar Metern nach Norden verlassen. Nun geht es nochmal auf schönem Pfad steil bergauf und nach ca. einer halben Stunde erreichen wir den Fahrweg am Grat und den Aussichtspunkt am Monte Salena. Der Weg geht nun fast eben und wir wechseln immer wieder zwischen Fahrweg und Pfad. Ab dem Monte Maddalena geht es nun abwärts meist auf schönen Pfaden aber auch Fahrwegen und Teerstraße. Auf 400m ü.M. treffen wir dann auf die Via San Gottardo, eine breite Straße der wir abwärts Richtung Brescia folgen. Der 3V ist weiter gut markiert und so finden wir Problemlos zum Start bzw. Endpunkt des Sentiero 3V, von wo aus wir durch die hübsche Innenstadt zum Bahnhof laufen.
Blick vom Monte Salena nach Süden (links hinten sieht man den Gardasee)
Blick von oben auf Brescia
Start des Sentiero 3 Valli in Brescia und Ende unserer Alpenüberquerung

Mittwoch, 8. August 2018

Etappe 23: Vaghezza - Lodrino - Punta di Reia - Dossone di Facqua - Santuario di Conche

Höhenmeter: 1768|1826
Kilometer: 28
Schwierigkeit: Wechselnd T2 oder T3, Alta Variante am Dossone di Facqua T4
Blick vom Punta di Reia
Kurz vor Ende nocheinmal eine große Herausforderung. Nachdem das B&B in Lodrino ausgebucht ist, müssen wir die ehh schon lange Etappe zum Santuario di Conche noch verlängern. Dazu kommt die wahnsinnige Hitze an diesem Tag. Ohne die Gastfreundschaft einiger Italiener in der Nähe des Monte Dossone wären wir wohl trotz drei Liter im Rucksack trocken gelaufen. Die einzige Wasserstelle zwischen Lodrino und dem Santuario ist auf der Rückseite der Kirche wenn man das Val Sabbia durchquert. Man kommt aber auf dem Weg an einigen Häusern vorbei und die Italiener freuen sich immer über Deutsche und bewirten einen gerne. Auf dieser Etappe darf man ehh keine Hemmungen haben durch Hausgärten oder ähnliches zu laufen, die sich häufig direkt auf dem Grat befinden. Wer meint in den Voralpen gibt es keine Schwierigkeiten mehr, wird sich am Dossone di Facqua eines besseren belehren lassen. Abgesehen davon, dass wir total durchgeschwitzt und völlig am Ende waren, eine schöne und abwechslungsreiche Etappe in den Brescianer Vorbergen. Ein GPS und pfadfinderische Qualitäten sind auf dieser Etappe durchaus hilfreich.
Blau-weiß-blau die Farben der Region Brescia
Wegbeschreibung

Man folgt den Markierungen durch Vaghezza vorbei am verlassenen Rifugio ca Fiurida. Kurz danach geht es nach Südwesten aus dem Dorf hinaus und nach kurzer Zeit steht man auf einmal in einem Hausgarten. Nach kurzem Suchen finden wir den Weg am Rande des Garten entlang in den Wald führen. Bald trifft man auf einen Fahrweg, der einen zum Passate Termine führt. Man folgt kurz der Straße bis ein Fahrweg abzweigt. Diesem folgt man zuerst flach und dann immer steiler werdend. Der Weg wandelt sich in einen Pfad und man wandert auf einem grasigen Buckel mit schönen Ausblicken zum Roccolo Morandi. Hier läuft man durch den Garten eines Jagdhauses, der Weg geht am östlichen Ende des Gartens weiter. Ein schöner Pfad zieht sich mehr oder weniger Eben am Berghang zum Passo della Cavada. Hier folgen wir der Experti Variante die Steil aber unschwierig zwischen Felswänden Richtung Lodrino führt. Auf einer kleinen Teerstraße betritt man Lodrino und hat hier die Möglichkeit nochmal Wasser zu tanken. Der 3V führt an der Hauptstraße entlang nach Cocca di Lodrino. Hier wählen wir die Alta Variante und wandern zuerst durch den Wald und später über Wiesen auf steilem Pfad zum Punta di Reia. Der Pfad geht ohne große Steigungen immer am Grat zum Punta di Ortosei und über den Passata di Vallazzo zum Corna di Sonclino. Ab hier läuft man an einigen Häusern vorbei, wobei der Weg nicht immer eindeutig zu finden ist und plötzlich stehen wir auf einer Terrasse und werden von freundlichen Italienern auf Cola, Kuchen und Caffee Coretto eingeladen. Über den Monte Dossone kommen wir zum Passate Brutte wo man sich zwischen Alta und Bassa Variante entscheiden muss. Die Alta Variante führt über den Grat zum Dossone di Facqua. Es ist teils ausgesetzt und es muss geklettert werden aber nicht so schlimm wie der Zweitbegeher es beschrieben hat. Wer die Alta Variante am Dosso Alto genommen hat kommt hier locker rüber. Schlüsselstelle ist La Streta, eine schmale Spalte die man zwischen Fels hinunterkraxeln muss, gerade breit genug um mit Rucksack begangen zu werden. Kurze Zeit nach dieser Stelle steht man am Passatta de la Brocca. Nun geht es bergab, zuerst auf schönem Steig aber dann leider auch längere Zeit auf Teer ins Val Sabbia. Man überquert die Staatsstraße und läuft weiter auf Teer wieder langsam bergan. Nach einer Weggabelung geht es furchtbar steil auf Teer zu einem Anwesen und von dort weiter Steil auf einem Steig bergauf. Man kommt in den Wald und endlich hat man den höchsten Punkt erreicht. Nun geht es wieder etwas bergab und in leichtem auf und ab Richtung Santuario. Zuletzt müssen nocheinmal 100 Höhenmetern auf breitem Weg zum Santuario bewältigt werden.
Das gemütliche Santuario di Conche
Hütte

Das Santuario di Conche ist nochmal eine tolle Unterkunft zum Abschluss. Die Freiwilligen die die Pilgerunterkunft bewirtschaften sind unglaublich freundlich. Es gibt total leckeres Essen und natürlich Caffee Coretto und alles zu super günstigen Preisen. Leider sind wir zu kaputt um es zum Sonnenuntergang auf den Monte Conche zu schaffen.

Weg zum Passa della Cavada (Bildmitte)
Weg zum Dossone di Facqua
Rückblick über den Grat vom Dossone di Facqua
La Streta

Dienstag, 7. August 2018

Etappe 22: Passo Maniva - Dosso Alto - Corna Blacca - Monte Ario - Vaghezza

Höhenmeter: 955|1467
Kilometer: 17,1
Schwierigkeit: Aufstieg Dosso Alto T4 und UIAA II, Corna Blacca T3, Rest T2
Panorama vom Dosso Alto
Noch drei Tage. Heute begeben wir uns am Dosso Alto und an der Corna Blacca das letzte mal über 2000 Höhenmeter, eine Höhe die wir lange Zeit unserer Tour nicht unterschritten haben. Trotz der Beschreibung von dem Zweitbegeher haben wir uns für die Variante Alta über den Dosso Alto entschieden, ganz nach dem Motto: Wird schon nicht so schlimm sein! Aber ich kann nur sagen, wer bis hierher schon manchmal Probleme mit dem Weg hatte sollte es lieber lassen. Markus hat es zwar hoch geschafft aber würde es auch nicht wieder machen! Aber allein wegen der Aussicht, sollte man den Dosso Alto zumindest bei schönem Wetter besteigen, Notfalls von hinten über den leichten Weg. Der Rest des Tages sind einfachere Wege durch eine schöne Landschaft und wir schonen uns etwas für die Hammeretappe Morgen. Wenn offen, unbedingt Pause am Rifugio Blacchi 2 machen. Super freundliche Leute und der selbst angesetzte Zirbengrappa ist einfach genial. Wir wollten eigentlich in Lodrino übernachten aber die Unterkunft dort war ausgebucht.
Blick vom Rifugio auf den Dosso Alto
Wegbeschreibung

Vom Rifugio Dosso Alto geht es über die Teerstraße und man muss gleich entscheiden, ob man gemütlich die Straße unterhalb des Dosso Alto entlang schlendert oder nach links die Alta Variante nimmt. Der Weg ist Anfangs gut ausgebaut (wohl frisch gerichtet) und geht entspannt den Berg nach oben. Man kommt an einigen alten Höhlen aus dem Ersten Weltkrieg vorbei und plötzlich steht man an einem mit manshohen Disteln und Brennesseln bewachsenen Steilhang. Diesen geht es in Serpentinen nach oben und gerade nach Regen ist es dermaßen rutschig, dass Markus das einzige mal auf der Tour dankend einen Wanderstock von mir genommen hat, sonst wäre er nicht hoch gekommen. Oben angekommen geht es erst über einen graßigen Grat und dann ausgesetzt auf schmalem Pfad zu einem Grat der zum Gipfelplateau hinaufgeht. Hier muss nun richtig geklettert werden und es ist immer wieder ziemlich ausgesetzt. Die letzten Meter zum Gipfel geht es nochmal in Serpentinen durchs Steilgelände. Der Abstieg nach Hinten zum Passo Dosso Alto geht recht steil aber unschwierig durch Weidegelände. Nun folgt man den vielen Tagestouristen auf breitem Weg zum Passo delle Portole mit der Capanna Tita Secchi. Wir gehen den mit Minibagger hergerichteten Weg weiter zum Passo di Paio und treffen kurze Zeit nach dem Pass auf die Abzweigung nach Süden zur Corna Blaccha (nur Holzschild, Wegmarkierungen italienische Flagge folgen). Der Aufstieg ist steil aber bis auf zwei kleine seilversicherte Stellen unschwierig. Der Abstieg geht durch die westlichen Felspfeiler der Corna Blaccha auf schmalem Pfad bis man wieder auf die Bassa Variante trifft. Nun geht es auf gut ausgebauten Wegen und Fahrwegen zur Pian Pezzeda. Nach dem Passo Falcone entscheiden wir uns noch für die Alta Variante über den Monte Ario. Ein schöner Pfad der immer dem Grat folgt. Nach dem Abstieg vom Monte Campello trifft man wieder auf die Bassa Variante und bald ist man im Wald wo man weiter Höhenmeter verliert. Der Weg ist immer gut markiert und bald landet man auf einer Teerstraße in Vaghezza.
Die Corna Blacca
Hütte

Das Rifugio degli Elfi ist eine Pizzeria mit großem Schlafsaal. Sie scheint nicht sehr viel frequentiert, deswegen musste man erstmal Lüften und im großen Waschsaal das braune Wasser ablaufen lassen. Ansonsten war alles in Ordnung. Die Wirtsleute sind freundlich und das Essen und Trinken gut und günstig.
Wo ist Markus? Steilaufstieg im Distelfeld
Markus im Kletteranstieg zum Dosso Alto
Kletterstelle im Anstieg zur Corna Blacca
Alta Variante über den Monte Ario